BRAK-Mitteilungen & BRAK-Magazin: jetzt die neuen Ausgaben lesen
In den gerade erschienenen Ausgaben von BRAK-Mitteilungen und BRAK-Magazin geht es unter anderem um das Justizsystem unter Druck, die Europaratskonvention zum Schutz des Anwaltsberufs, eine Bestandsaufnahme zu Berufsausübungsgesellschaften aus Sicht der Kammerpraxis und weitere berufsrechtliche Themen.
In den aktuellen BRAK-Mitteilungen spricht BRAK-Präsident Dr. Ulrich Wessels über den Druck, dem sich die Anwaltschaft und das komplette Justizsystem in den USA derzeit durch die Regierung ausgesetzt sehen. Die Anwaltschaft in Deutschland ist zwar frei, unabhängig und selbstverwaltet, doch all dies ist nur einfachgesetzlich geregelt. Er fordert daher: Eine unabhängige Anwaltschaft muss explizit im Grundgesetz verankert werden!
Der Aufsatzteil enthält einen Beitrag von Simone Kolb, Katharina Schmelcher und Maximilian Horlbeck, die eine Bestandsaufnahme zu den zum 1.8.2022 als eigenständige Rechtssubjekte eingeführten Berufsausübungsgesellschaften unternehmen. Sie geben einen Überblick über die Entwicklung verpflichtend und freiwillig zugelassener Berufsausübungsgesellschaften, über erste Rechtsprechung dazu und über wiederkehrende Problemfelder in der Praxis der Rechtsanwaltskammern. Dr. Hans-Josef Lütke und Prof. i.R. Dr. Ludwig Gramlich zeigen, welch erheblichen Einfluss die autonome Auslegung unionsrechtlicher Begriffe auf den anwaltlichen Sachvortrag hat. Zudem erörtern sie, wie Anträge auf Vorlage an den EuGH und die Anforderungen an Verfassungsbeschwerden und Anhörungsrügen insofern zur Haftungsfalle werden können. Jennifer Witte stellt die Entwicklung der Mitglieder der Rechtsanwaltskammern und der Fachanwaltschaften dar. Dabei zeigen sich u.a. eine Bereinigung durch die Gesetzesänderung für nicht-anwaltliche Organmitglieder von Berufsausübungsgesellschaften sowie eine weitere Verschiebung von der niedergelassenen zur Syndikusanwaltschaft.
Außerdem im Heft: der berufsrechtliche Jahresüberblick von Christian Dahns, die Übersicht zur haftungsrechtlichen Rechtsprechung von Antje Jungk, Bertin Chab und Holger Grams, Berichte aus der Arbeit der BRAK im nationalen, europäischen und internationalen Bereich und das neue „Stichwort Berufsrecht“, diesmal zum Erwerb eines Fachanwaltstitels.
Im amtlichen Teil werden der Sitzungstermin der Satzungsversammlung am 26.5.2025 in Berlin, die Beschlüsse der Satzungsversammlung in ihrer Sitzung am 25.11.2024 sowie die mit Wirkung zum 1.4.2025 geänderte Satzung der BRAK bekannt gemacht.
Im Rechtsprechungsteil kommentiert Dr. Lena Özman eine Entscheidung des BGH, der es aus ihrer Sicht zu Recht für zwingend hält, den Arbeitgeber eines Syndikusanwalts (hier: die AfD-Bundestagsfraktion) im Bundesweiten elektronischen Anwaltsverzeichnis zu veröffentlichen. Dr. Tanja Nitschke erörtert eine Entscheidung des BAG, in der einem Verbandssyndikus die Wahl gelassen wird zwischen seinem beA und dem noch nicht verpflichtend zu nutzenden elektronischen Bürger- und Organisationenpostfach (eBO) seines Arbeitgebers. Dokumentiert werden ferner u.a.
Dokumentiert werden ferner u.a.: EuGH zur Unionsrechtswidrigkeit des Sammelinkassoverbots bei Kartellschadensersatzfällen; Bayerischer AGH zur Versagung der Zulassung als Berufsausübungsgesellschaft; LG Koblenz zur Unverbindlichkeit einer mündlich vereinbarten Zusatzzahlung; LG Nürnberg-Fürth zu den Anforderungen an einen Durchsuchungsbeschluss wegen Steuerhinterziehung; und weitere berufsrechtliche Rechtsprechung.
Im neuen BRAK-Magazin schildert Dr. Margarete Mühl-Jäckel, wie die gerade beschlossene Europarats-Konvention zum Schutz des Anwaltsberufs entstand – und warum sie eine große Erfolgsgeschichte werden kann. Wie der neue EU-Justizkommissar McGrath beim gemeinsamen Neujahrsempfang der Anwaltschaften in Brüssel ein starkes Zeichen für Rechtsstaatlichkeit setzte, berichten Nadja Wietoska und Dr. Tanja Nitschke. Christian Bluhm erklärt, weshalb die anstehende FATF-Prüfung großen Druck auf die Anwaltschaft in Sachen Geldwäscheprävention erzeugt und was die ab Juli 2025 arbeitende neue Aufsichtsbehörde AMLA und das EU-Geldwäschepaket für Anwältinnen und Anwälte bringen.
Außerdem im Heft: die BRAK im Austausch mit dem BVerwG (Sven Krautschneider); mit innovativen Projekten ReFa-Nachwuchs gewinnen und begeistern (Sabine Vetter); besser führen in der Kanzlei durch Coaching (Daniela Funke); Strategien zum erfolgreichen Umgang mit Mandantenkritik (Dr. Anja Schäfer); 10 Fragen zur Adjudikation (Prof. Dr. Stefan Leupertz); die Tätigkeit der Schlichtungsstelle im Jahr 2024 (Alexander Jeroch); Unternehmensnachfolge von Todes wegen in Erbrecht, Gesellschaftsrecht, Steuerrecht (Dr. Christopher Riedel).
Weiterführende Links:
- BRAK-Mitteilungen 2/2025
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Hintergrund:
Mit ihren Zeitschriften informiert die BRAK über aktuelle Entwicklungen in Berufsrecht und Berufspolitik; zudem berichtet sie aus ihrer Arbeit und erörtert berufspraktische Fragen. Die BRAK-Mitteilungen enthalten außerdem amtliche Bekanntmachungen, insbesondere von Änderungen der Berufsordnung für Rechtsanwälte (BORA) und der Fachanwaltsordnung (FAO). Anwältinnen und Anwälte erhalten den Zugang über ihr besonderes elektronisches Anwaltspostfach (beA). Die Zeitschriften sind zudem über den BRAK-Mitteilungen-Newsletter und als App (Apple & Google) verfügbar.

