Nachrichten aus Berlin

Aktuelles aus Anwaltschaft und Rechtspolitik

Themen sind u.a. 1. Geburtstag der Anwaltsschutz-Konvention – Anwaltschaft fordert rasche Ratifikation; Hospitationsprogramm für internationale Anwält:innen – Kanzleien gesucht!; Rechtsanwaltsfachangestellte: neue Empfehlungen für Ausbildungsvergütung

13.05.2026 Newsletter
  • Kanzleischild dran, Postannahme geregelt, Telefon erreichbar, Besprechungsraum bei Bedarf: Reicht das als Kanzlei? Oder verlangt § 27 BRAO weiterhin mehr – nämlich eigene Räume, in denen Anwältinnen und Anwälte üblicherweise präsent sind? Die neue Folge von (R)ECHT INTERESSANT! greift ein BGH-Urteil auf, das in der Anwaltschaft für reichlich Diskussion sorgt – bis hin zum Vorwurf der „Realitätsverweigerung in Karlsruhe“.
  • Internationale Perspektiven gewinnen, Nachwuchs fördern, Netzwerke ausbauen: Das multilaterale Hospitationsprogramm 2026 bringt junge ausländische Kolleginnen und Kollegen in deutsche Kanzleien – und bietet diesen eine unkomplizierte Möglichkeit zum fachlichen Austausch.
  • Zur Umsetzung des EU-Geldwäschepakets muss die europäische Aufsichtsbehörde AMLA Regulierungsstandards erarbeiten. Doch diese ignorieren die Besonderheiten des Nichtfinanzsektors, die anwaltliche Verschwiegenheit und bestehende Aufsichtsstrukturen der Kammern – und bergen neue Gefahren für Sammelanderkonten. Die BRAK übt deshalb scharfe Kritik und fordert Nachbesserungen.
  • Die Bundesregierung will den Einsatz von K.-o.-Tropfen bei Sexual- und Raubdelikten härter bestrafen. Die Legal Tribune Online greift in ihrer Berichterstattung die Kritik der BRAK daran auf: Eine Strafbarkeitslücke bestehe nicht, wirksamer Opferschutz brauche vor allem Prävention, Aufklärung und eine belastbare Datenbasis.